1.
Jury
Die Stifter U. und Dr. R. Steyrer und der Vorstand der
FEE Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V. als bundesweit agierender,
gemeinnütziger Zusammenschluss von innovativen Unternehmen,
Forschungseinrichtungen und Experten für Energieeffizienz und erneuerbare
Energien sowie energiebezogenen Umweltschutz berufen eine Jury als erste Ebene.
Jedes Mitglied der Jury hat eine Stimme.
2. Interessierte Öffentlichkeit
Die
zweite Ebene ist das über eine speziell für den Innovationspreis eingerichtete
Internet-Plattform erreichbare interessierte Publikum, das über elektronische
Medien diskutiert und sich nicht anonym äußert.
Für die
Preisverleihung 2009 werden über einen Link auf der WEBSITE der FEE
Auswahlkriterien und Bewertungskriterien des FEE- Innovationspreises Energie veröffentlicht.
Die dritte Ebene bilden die Initiatoren, die Stifter
Ursula und Dr. Robert Steyrer und der Vorstandsvorsitzende der FEE. Sie treten
nur in Aktion, wenn Jury und Öffentlichkeit in ihrer Auswahl nicht
übereinstimmen. Sie wählen unter den jeweils von Jury und Öffentlichkeit
höchstplatzierten Bewerbern die Sieger und Preisträger. Jeder der Initiatoren
hat eine Stimme. Die in einfacher Mehrheit getroffene Entscheidung ist
endgültig und juristisch nicht anfechtbar.
Jury
und (elektronische) Öffentlichkeit urteilen nach gleichen Kriterien und
einheitlichem Punktesystem. Das Urteil beider ist gleichwertig.
Die
Bewertung hat exakt und allein nach dem vorgegebenen einheitlichen Bewertungs-
und Punktesystem zu erfolgen. Andere Verfahren werden nicht berücksichtigt.
Für die
Juroren und die Initiatoren ist Stimmenthaltung nicht zulässig.
Die
Bewertungen der Jury und der Öffentlichkeit sowie das eventuell notwendige
Abstimmungsergebnis der Initiatoren werden auf der Internet-Plattform
veröffentlicht.
Die
Kriterien und das Punktesystem werden vorab veröffentlicht.
Jede
Bewerbung wird innerhalb von spätestens zwei Wochen ins Internet gestellt.
Begründung
Auf
diese Weise wird ein hohes Maß an Objektivität erreicht. Von Anfang an besteht
Transparenz nach allen Seiten. Die Innovationen und Erfindungen werden über die
gesamte Zeit des Wettbewerbs publik gemacht.
Die
Bewerber müssen sich der Öffentlichkeit stellen und müssen bei unkorrekten
Angaben in der Bewerbung mit publizierter Kritik rechnen. Eventuelle
Anfeindungen durch unlautere Konkurrenten der Bewerber sind erschwert.
Die Initiatoren und die Jury können subjektive
Fehlurteile leichter vermeiden. Schon der Auswahlprozess dient dem Marketing.
Potenzielle Kunden werden aufmerksam gemacht und mögliche Anwender und Partner
kommen zu Wort. Die Chance größeren Zuspruchs für den Preis steigt, damit auch
die, weitere Sponsoren zu finden und den Wert und die Anzahl der Auszeichnungen
allmählich zu erhöhen.
Bewertungskriterien und Punktesystem
Die Wettbewerbsteilnehmer reichen ihre Bewerbungen
bis spätestens 30.09.09 nur elektronisch auf einem Formblatt ein.
Jede Bewerbung muss eine technische Kurzbeschreibung
der Innovation (max. halbe DIN A-Seite), eine Auflistung der Vorteile und
Nachteile gegenüber dem Stand der Technik, typische Anwendungsfälle, Referenzen
mit Kommunikationsdaten sowie die exakte Firma oder Personendaten mit
Anschriften, Telefon-, Faxnummer und E-Mail-Adresse enthalten.
Im Wettbewerb werden nur Bewerber berücksichtigt, die einer uneingeschränkten
Veröffentlichung ihrer Angaben im Internet zustimmen und eine Erklärung
abgeben, dass ihnen die Rechte an der betreffenden Erfindung oder Innovation
zustehen.
Die Bewertungskriterien sind einheitlich für
Bewerber, Jury und Öffentlichkeit.
Die Jury, Stifter und die Fördergesellschaft Erneuerbare
Energien e.V. werden die Angaben der Bewerberinnen und Bewerber nicht
überprüfen, jedoch nach Plausibilität beurteilen und bitten die sachkundige
Öffentlichkeit, auf unrichtige Angaben beweiskräftig hinzuweisen.
Sollten Jury und Öffentlichkeit meinen, dass
Bewerberinnen oder Bewerber unrichtige
Angaben gemacht haben, werden sie um Auskunft gebeten. Bei verbleibendem
Zweifel werden die Betreffenden von Wettbewerb ausgeschlossen.
Kriterium
|
Bewertung und Anzahl der Punkte
|
|
Wie weitreichend schätzen den Innovationswert?
|
BRD
|
2
|
Europa
|
4
|
Welt
|
8
|
|
Anzahl unterschiedlicher
Anwendungsmöglichkeiten?
|
Eine
|
2
|
Wenige
|
4
|
Zahlreiche
|
8
|
|
Wird ein Grundsatzproblem gelöst?
Wenn ja, mit welcher Häufigkeit?
|
Einzelfall
|
2
|
Gruppenfall
|
4
|
Branchenfall
|
8
|
|
Senkung des Energiebedarfs, bezogen auf den Stand
der Technik
|
Niedrig
(ca. < 10 %)
|
2
|
Mittel (ca.
10 - 30 %)
|
4
|
Hoch
(ca. > 30 %)
|
8
|
|
Senkung der Treibhausgasemissionen in
Kohlendixod-Äquivalenten, bezogen auf den Stand der Technik
(Beachten Sie, wegen ihres hohen
Klimaschädigungspotenzials werden Einsparungen an Methan, Lachgas,
Fluorkohlenwasserstoffen, Tetrafluorethan und Schwefelhexafluorid unabhängig
von der Menge in den Höchstwert eingestuft. Die Prozentzahlen betreffen nur CO2.) 1)
|
Niedrig
(ca. < 10 %)
|
2
|
Mittel
(ca. 10 - 30 %)
|
4
|
Hoch
(ca. > 30 %)
|
8
|
|
Werden defizitäre, importierte und toxische
Einsatzstoffe ersetzt?²)
|
Defizitäre
|
1
|
Importierte
|
2
|
Humantoxische
|
3
|
|
In welchem Entwicklungsstadium befindet sich
die Erfindung /
Innovation?
|
Projekt
|
1
|
Muster
|
2
|
Produkt
|
3
|
|
Die Funktionsfähigkeit wurde
nachgewiesen
|
Im Experiment
|
2
|
Als
Laboranlage
|
4
|
Als betriebsfähige
Anlage
|
6
|
|
Sind externe Gutachten
vorhanden?³)
|
Je Gutachten
|
1
|
|
|
|
|
|
Liegt eine Patentanmeldung vor?
Wenn ja, für welche Region?
|
BRD
|
1
|
Europa
|
2
|
Global
|
3
|
|
Wie viele Monate stehen Ihnen noch bis zur
Patentveröffentlichung zur Verfügung?
|
< 5
|
1
|
6 ... 12
|
2
|
> 12
|
3
|
|
Haben Sie mit dieser Innovation / Erfindung bereits Auszeichnungen
erhalten?
Wenn ja, stellt sie eine Weiterentwicklung, neue
Anwendung, einen neuartigen Einsatz im Verbund mit anderen dar?
|
Weiterentwicklung
|
2
|
Neue
Anwendung
|
2
|
Integration in neuartigem Komplex
|
2
|
|
Verwertungspotenzial
|
|
|
|
|
|
|
|
Marktreichweite
|
Regional
|
2
|
National
|
4
|
International
|
6
|
|
Wie viele mögliche neue Arbeitsplätze würden bei
einer Serienproduktion entstehen?
|
< 3
|
2
|
3 ... 10
|
4
|
> 10
|
6
|
|
In wie vielen Monaten wird die volle Marktreife erreicht und eine Serienproduktion möglich? 4)
|
> 36
|
1
|
24 ... 36
|
2
|
< 24
|
3
|
|
Haben Sie für Ihre Innovation / Erfindung Fördermittel erhalten? 5)
|
Wiederkehrende
Subvention
|
1
|
Einmalige
Subvention
|
2
|
Keine
Subvention
|
3
|
|
Bevorzugen Sie eine Kooperation
in Berlin-Brandenburg oder einem anderen strukturschwachen Bundesland? 6)
|
ja
|
3
|
|
|
|
|
|
Mit welchen Einrichtungen arbeiten Sie zusammen?
|
Vertriebsunternehmen
|
1
|
F & E-
Institut
|
2
|
Fertigungsbetrieb
|
3
|
Sonderbedingungen
|
|
|
|
|
|
|
Welche Unternehmensgröße repräsentieren
Sie?
|
Existenzgründer
|
1
|
Start-up
|
2
|
KMU
|
3
|
Woher kommt Ihre Innovation?
|
Forschungseinrichtung
|
1
|
Industrie,
Gewerbe
|
2
|
Einzelperson
|
2
|
|
Sind Sie Mitglied der FEE und / oder
ein registrierter ständiger Teilnehmer an ihren Arbeitsgruppen
|
AG „Vergasung
von Biomasse“
|
1
|
AG „Biogene
Gase – Brennstoffzellen“
|
1
|
Mitglied der
FEE
|
2
|
|
AG „Solartechnik“
|
1
|
AG Energieeffizienz
|
1
|
Biomethan-
kuratorium
|
1
|
1) Umrechnungsfaktoren für
Klimaschädigungspotenziale, bezogen auf Kohlendioxid siehe beigefügte Tabelle
2) Gemeint ist, dass bisher reichlich vorkommende,
heimische und nichtgiftige Stoffe ersetzt werden müssen, um den höheren
Gebrauchswert der Innovation zu erreichen
3) Bewertungspunkte je nach Anzahl
der Gutachten
4) Volle
Marktreife schließt uneingeschränkte Betriebswirtschaftlichkeit ein
5) Zum
Zeitpunkt der Bewerbung bereits geltende gesetzliche Regelungen sind keine
Subvention, z.B. EEG oder TASI. Als Subvention zählt nur reine finanzielle
Förderung mit öffentlichen Mitteln
6) Dazu
zählen Bremen, Saarland, Schleswig-Holstein und die ostdeutschen Bundesländer,
einschl. Berlin
Anlage
Tabelle
Klimaschädigungspotenziale von Treibhausgasen, bezogen auf Kohlendioxid